Leinwände / Keilrahmen / Malträger

Was ist zu beachten?

Leinwände gibt es in verschiedenen Größen, Stärken (von 1,8 cm bis 7,5 cm), Formen und Formaten. Sie können billige Leinwände im Discounter erwerben, qualitativ hochwertige Leinwände oder einfach selbst bespannen.
Die Leinwände unterscheiden sich nicht nur im Geruch, wenn man sie fertig kauft und auspackt, sondern auch im Gewebe, welches auf den Keilrahmen aufgezogen wurde. Es gibt Jute, Rohleinen, eventuell gemischt mit Baumwolle (Mischgewebe), nur Baumwolle, vorgrundierte und nicht grundierte Leinwände.

Sie können die Keilrahmen, also Leisten kaufen und diese mit einem Maltuch ihrer Wahl selbst bespannen. So ist es möglich, grobe oder feine Strukturen des Maltuches zu verwenden, je nach Malstil und Bedarf. Das Tuch wird mit einer Spannzange auf den Rahmen gespannt und befestigt. Es ist zu beachten, dass die Leinwand nur auf den Außenkanten des Holzrahmens aufliegt. Das Maltuch sollte eine große Festigkeit besitzen und gleichmäßig dicht gewebt sein. Nur so kann die Leinwand Wasser gleichmäßig an allen Stellen aufnehmen und der Malgrund kann gut haften.

Gehen wir von einer fertig bespannten Leinwand aus;
Drehen wir diese um und schauen auf den Holzrahmen, den sogenannten Keilrahmen. In den Ecken der Leisten befinden sich eingefräste Aussparungen in denen die Keile zum Spannen der Leinwand, bzw. Keilrahmens eingebracht werden müssen. Beachten sie, dass die Keile immer in die gegenüberliegenden Seiten einklopft werden (also die gegenüberliegende Ecke) und einen nach dem anderen. Später kann die Leinwand jeder Zeit immer wieder fest aufgespannt werden.
Möchten sie im Großformat malen, hat der Keilrahmen Zwischenstege, welche ebenfalls mit Keilen zum Spannen dienen und zur Stabilität einer großen Leinwand. Je größer die Leinwand, umso stärker oder dicker müssen die Leisten sein.

Ist die Leinwand richtig bespannt, erklingt ein Trommelgeräusch, wenn man mit den Fingern darauf klopft.

Leider kommt es nicht nur bei billigen Leinwänden aus dem Discounter vor, dass diese sich beim Spannen oder Grundieren verziehen. Das ist ärgerlich und kann meistens nur durch das Einrahmen des Bildes beseitigt werden.

Welche Formate gibt es?

  • Rechteckige
  • Quadratische
  • Ovale
  • Runde
  • Gewölbte
  • Maritime französische Formate, meistens 6M-120M = Marineformate
  • Portrait französische Formate, meistens 6F-120F = Porträtformate bezeichnet
  • Landschaft französische Formate, meistens 6P-120P = Landschaftsformate

Je mehr Gewicht ein Maltuch pro m² hat, umso mehr Fäden, umso dichter ist es gewebt.

Erfahrungen:

Wenn sie ein Bild malen, um eine bestimmte Maltechnik oder Malmethode auszuprobieren, dann genügen einfache sehr preisgünstige Leinwände.
Anfangs ist man nie zufrieden mit dem was man malt, jedenfalls geht es mir so. Also schmerzt es nicht allzu sehr, wenn man eventuell das Bild, die Leinwand vernichtet.

Widmen sie sich z.B. einem Portrait, empfehle ich ihnen eine Portraitleinwand, welche eine sehr feine Struktur besitzt und der Arbeit und dem Zeitaufwand des Bildes gerecht wird, zu nehmen.

Bei der Größe des Bildes „Das letzte Abendmahl“ nach Leonardo da Vinci, war es schwierig einen so großen Malträger zu bekommen.

Das Original ist 904 x 422 cm groß und direkt auf dem Putz gemalt,
meines ist viel kleiner mit einer Größe von 210 x 100 cm.
Ich habe mich dafür entschieden Leisten für den Keilrahmen in diesem Format zu bestellen und das Leinenmaltuch selbst aufzunageln. Es erfordert einiges Geschick eine solche Größe faltenfrei zu bespannen und ohne Hilfe ist dies nicht machbar. Da die Leisten des Keilrahmens 7,5 cm stark sind, brauche ich ihnen nicht zu sagen, wie schwer diese Leinwand ist. Von großen Vorteil ist es, wenn man eine Staffelei besitzt die stabil und groß genug ist, um eine große Leinwand zu tragen. Noch besser ist es, wenn die Staffelei einen Motor hat, alleine mit Muskelkraft können sie die Höhen zum Malen des Bildes nicht verstellen.

Viel Spaß beim Ausprobieren!