Studienreisen, oder die Reisen in die Geschichte der Malerei

Für mich persönlich ist es immer wieder schön, an Orte zu Reisen, wo die Kunst und die Malerei wohnen.

Dieses Jahr habe ich, wie die Jahre zuvor, mehrere Studieneisen unternommen. Eine nach Augsburg an die Kunstakademie, eine nach Italien und nach Potsdam. Es ist nicht nur die Motivsuche für künftige Gemälde, sondern auch eine Zeitreise in die Malerei, Geschichte, Architektur und der Kunst von einst und heute. Sich mit Malern, Malerinnen und ihrer Malweise zu beschäftigen, die Gemälde anschauen, die Bücher zu studieren und das Ausprobieren der verschiedenen Maltechniken, wenn man wieder zu Hause ist. Und ein jedes Mal stellt man fest, wie wenig man eigentlich weiß und kann. Egal wie viele Bilder man gemalt hat und wie viele Maltechniken man ausprobiert hat.

In Augsburg habe ich ein Seminar bei Rupert Fegg besucht, an dem viele leidenschaftliche Künstler teilgenommen haben. Danke für die Einblicke in euer Schaffen und die schöne gemeinsame interessante Zeit.

In Brixen, Südtirol habe ich mich mit einem Sohn und großartigen Maler der Stadt Brixen beschäftigt, Johann Georg Grasmaier (1691 – 1751)
Seine Gemälde sind in der Hofburg ausgestellt und in fast allen Kirchen in Brixen und Umgebung hat er seine Spuren der Malerei hinterlassen. Mich fasziniert die Barockmalerei immer wieder. Wie einzigartig diese Form der Malerei doch ist. Alleine die Motive und die Größe der Gemälde, sei es auf Holz, Leinwand oder Putz, ist beeindruckend und erst die Ausführung – einfach einzigartig.

So lag es nahe, auch in Potsdam vorbeizuschauen und im Museum Barberini und die Bildergalerie im Schloss Sanssouci zu besuchen. Leitfaden hier waren die „Wege des Barock“. Wunderschöne Gemälde ziehen alle Blicke auf sich, auch die an den Wänden und Decken. Sanssouci wurde als Lustschloss im Stil des Rokokos gebaut und man wandelt auf den Spuren und den Visionen Karl des Großen.  Im Museum Barberini waren 54 großartige Meisterwerke, unter anderem von Caravaggio, zu bestaunen. Beeindruckend war ebenfalls die Ausstellung „Künstler aus der DDR“.

Ich hoffe, ich konnte ein wenig eure Neugier wecken.

Eure Elfi

Leonardo da Vinci & Rembrandt van Rijn

In Gedenken an zwei große Meister,
Leonardo und Rembrandt

In diesem Jahr haben gleich zwei Jahrhundertmaler ihren Todestag.

Leonardo da Vinci (Maler, Forscher und Universalgenie),
1452 – 1519 hat seinen 500. Todestag und
der 350. Todestag ist es von Rembrandt Harmenszoon van Rijn
( Jahrhundertmaler ), 1606 – 1669 in diesem Jahr.
Jeder dieser zwei herausragenden Männer war seiner Zeit weit voraus und ein Genie seiner Kunst.

Leonardo hatte vielschichtige Interessen, die er konsequent verfolgte. Der große Meister wird auch als „Wanderer zwischen den Welten“ bezeichnet. Nicht alleine die Malerei beherrschte er, sondern er widmete sich dem Studium der Anatomie, Pflanzenkunde, Mathematik, Geologie und Hydraulik.
Seine Fantasie war grenzenlos und seine Pläne überragend.

Rembrandt machte seine Leinwände zur Bühne. Er malte wie kein anderer Portraits – ausdruckstark und realistisch. Von sich fertigte er circa 80 Selbstbildnisse an. Das Erste entstand wohl 1628 mit Anfang 20 und das letzte kurz vor seinem Tode. Er beherrschte sein Handwerk, die Malerei, wie keiner seiner Zeitgenossen.

Jedes Mal, wenn ich auf Reisen in Museen die Werke der beiden Künstler im Original betrachten darf, bin ich fasziniert. Welch eine fantastische Pinselführung und Farbgebung. Wenn ich nur einen Bruchteil davon könnte um es auf die Leinwand zu bringen! Aber nicht nur ich bin fasziniert von den Gemälden, alle anderen Besucher auch. Mit Ehrfurcht werden sie betrachtet, wie diese Männer malen konnten.

Als ich begonnen habe, meine Farben selbst herzustellen, habe ich mich an diesen Künstlern und ihrer Farbpalette orientiert. Die Zeit ist nicht stehen geblieben und die Malerei hat sich bis heute weiterentwickelt. Manchmal bin ich erschrocken über neuzeitliche Gemälde und über das, was heute als Kunst bezeichnet wird. Aber ein jeder hat einen anderen Blickwinkel auf die Kunst und was er schön findet und was nicht.

In Gedenken an zwei großartige Maler, richte ich meinen Blick in der Malerei zurück auf die großen Meister der Malerei ; ihr Wissen und Können. Gleichzeitig richte ich meinen Blick nach vorne, dass diese „realistische Form der Malerei“ nicht vergessen wird.

Eure Elfi