Erstellung einer Kopie nach Lucas Cranach dem Älteren
Es war mir ein Vergnügen und eine Herausforderung, die zersägte Salome aus dem Herzoglichen Museum von Gotha zu kopieren.
Diese Reise in die Vergangenheit der meisterlichen Malerei vor 500 Jahren faszinierte mich sehr und hat mich in meiner Malerei einen weiteres Stück vorangeführt.
Bewegend war es, im Herzoglichen Museum in Gotha, das zersägte Original mit der Kopie zu vergleichen. Vielen Dank an das Museum für die gute Zusammenarbeit. Ohne ihre wissenschaftlichen Anlysen wäre mir die Kopie nicht so gelungen.








Ein kleiner Einblick in meine Auszeichnungen!
1 Wissenswertes über die Geschichte des Gemäldes
Salome mit dem Kopf des Johannes
Salome mit der Johannesschüssel
Salome mit dem Haupt des Johannes auf einem Silbertablett
Es gibt so viele Bezeichnungen für die unzähligen Gemälde von verschiedensten Künstlern, die dieses Thema auf die Leinwand gebracht haben.
1.1 Provenienz
Die Darstellung der Salome im Herzoglichen Museum in Gotha, Schloss Friedenstein, wurde nach Analysen von 2024 zwischen 1535 – 1600 von Lucas Cranach dem Älteren, in seiner Werkstatt oder nach seinen Entwürfen gemalt.
Die ursprüngliche Abmessung des Gemäldes betrug 84 x 57 cm. Das war zur damaligen Zeit ein Standartmaß in der Cranach Werkstatt.
Im Jahre 1644 brachte Herzogin Elizabeth Sophie von Sachsen – Altenburg (1619 – 1680) das Gemälde als Mitgift auf Schloss Friedenstein.
1936 wurde das Gemälde an die Galerie Bruck in Mannheim verkauft, welche um Erlaubnis bat, das Gemälde zu zerteilen, da es sich besser verkauft ohne den Kopf des Johannes. So zersägte man das Gemälde und gab den unteren Teil mit dem Kopf des Johannes nach Gotha zurück. Das obere Teilstück wurde nochmals beschnitten, restauriert und als weibliche Halbfigur (Porträt der Sybille von Sachsen) verkauft und galt lange als verschollen. Durch mehrere Restaurationen erlitt das Gemälde starke Beschädigungen, auch weil der schwarze Hintergrund abgenommen wurde, um das Gemälde attraktiver erscheinen zu lassen. Das Frauenporträt erhielt für seinen Echtheitsbeweis die Cranachsignatur in Form der Cranachschlange und die Datierung 1549.



















